Der Igel ist ein vertrauter Bewohner menschlicher Siedlungen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Tierarten nutzt der Insektenfresser unsere Gärten nicht nur als Erweiterung seines angestammten Lebensraumes, sondern zunehmend als dessen Ersatz. Seine ursprüngliche Heimat, die vielfältigen, insektenreichen Landwirtschaftsgebiete haben sich verändert. Viele Gärten sind eintönig und wegen Mährobotern und Fahrzeugen zu tödlichen Fallen geworden. Seit 2022 gilt der Igel deshalb in der Schweiz als «potenziell gefährdet».
Wer öfters einen Sommerabend im Garten verbringt, hat es bestimmt schon erlebt: plötzlich ertönt nach Sonnenuntergang aus dem nahen Gebüsch ein lautes Schmatzen, Schnauben und Scharren. Schnell weicht der erste Schreck einer freudigen Erleichterung: «Aha, ein Igel!»
Es ist wichtig, dem Igel weiterhin das Überleben in unserem Dorf zu ermöglichen. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Igel gehören zu den beliebtesten Wildtieren überhaupt. Alle mögen Igel. Und wer Igel will, muss für Käfer, Schmetterlingsraupen und wilde Ecken sorgen. Igel sind deshalb perfekte Botschafter für Siedlungsgebiete, in denen es blüht und summt. Auf dass wir uns noch oft in der Abenddämmerung über einen Igel freuen können, der geschäftig durch unsere Quartiere trippelt.
Hier findet ihr Informationen zum Bau eines Igelhauses und wie ihr eure Gärten mit wenig Aufwand egelfreundliche gestalten könnt.
Für die Inhalte verantwortlich:
Natur- und Vogelschutzverein Ziefen, W. Mühlecker
Fotos Seitenkopf: Stefan Dürr
Letztes Update: 22.04.2024
