Rostgänse in Ziefen

Die Rostgans (Tadorna ferruginea)

Rostgänse stammen ursprünglich aus Zentralasien und Nordafrika. Als Neozoen kommen sie jedoch auch in Mitteleuropa immer öfters vor.

Rostgänse brüten in Höhlen wie z.B. Vertiefungen im Boden oder Gesteinshöhlen. Selten graben sie auch einfach selbst eine Höhle oder ziehen in einen verlassenen Fuchsbau oder in einen hohlen Baum ein.  Auch in Gebäuden wurden schon Bruten festgestellt.

Während der Brutzeit sind Rostgänse streng territorial und dulden keine anderen Entenvögel in ihrem Revier. Sie unterstreichen ihren Revieranspruch mit lauten Rufen. Inzwischen kommen Rostgänse auch in der Schweiz vor. In den Kantonen Aargau und Zürich vermehren sie sich recht zügig und verdrängen dabei andere heimische Vogelarten. 

Seit einigen Jahren werden regelmässig auch in Ziefen und Umgebung Rostgänse beobachtet. So auch beim Weiher von Seewen, wo sie sogar Jungen aufgezogen haben.

 

Bild: Markus Ott

Text: Madlaina Gaillard, nach einer Vorlage von Markus Ott

 

 

In Ziefen sind die Ziegen los!

Die Bäume und Sträucher am oberen Rebweg wachsen und wachsen, trotz immer wiederkehrenden Pflegemassnahmen. Der obere Rebweg wird zum Waldweg ohne Ausblick. Und am unteren Rand wird die wertvolle Blumen- und z.T.  Magerwiese überwachsen. 

Aufgrund von guten Erfahrungen von anderen Orten in der Schweiz startet der NVVZ eine Waldrandpflege mit Ziegen aus Itingen. Der Ebenrain und der Gemeinderat Ziefen haben dem Projekt zugestimmt. 

Das Ziel ist, dass die nach dem Rückschnitt aufkommenden Sträucher und Bäume so verbissen werden, dass sie nur noch klein bleibend und sich nicht mehr in die Wiese ausdehnen. Die zum Einsatz kommenden Ziegenböcke sind sehr anspruchslos und sehr gut an den Menschen gewöhnt. 

Die Ziegen weiden ca. 10 Tage im Mai und im September. Das Projekt ist auf 5 Jahre ausgelegt. Begleitende Beobachtungen werden eine Bewertung mit Schlussfolgerungen ermöglichen. 

Sollte mal eine Ziege ausserhalb des Geheges sein oder sich komisch verhalten, so informieren Sie uns!

 

Fotos und Text: Daniel Zwygart


Natur grenzenlos

Eine muntere Schar naturinteressierte Personen aus Ziefen und Lupinen folgten der Exkursionseinladung zum Thema "Natur grenzenlos" entlang der Grenze von Ziefen nach Lupsingen. Zuerst wurden bei einem Bienenhäuschen verschiedenartige Früchte von Heckenstäuchern studiert und ihre Bedeutung für die Vögel und Ihr Genusswert für den Menschen erläutert. Die Weinrose mit schönen kleinen Hagebutten verströmte dabei, für die einen deutlich bis aufdringlich für die anderen kaum wahrnehmbar, einen Duft nach Äpfel. 

Im Kleckenbergwald galt es dann einen grossen Ameisenhaufen zu bestaunen. Die Exkursionsleiterin Sibylle Wanner ist Ameisenfachfrau in Lupsingen und wusste über das Leben der Waldameisen zu berichten. Bürgerrat und Waldchef Thomas Dürrenberger erläuterte, auf Anfrage, die diversen Farbmarkierungen im Kleckenbergwald. Dann wurde die neuerstellte Informationstafel im Chapf begutachtet. Sie wird von der Bevölkerung geschätzt. 

Schlussendlich gelangte man Im Amerika an. Dort wurde die einstige botanische Bedeutung (erwähnenswerter Orchideenbestand), die zwischenzeitliche und heutige Nutzung vorgestellt und kontrovers diskutiert. Susanne Cecil wusste zum Schluss dieses angeregten Austausches zwischen Ziefner und Lupsinger Naturfreunde die TeilnehmerInnen mit guten Fotos und Informationen für die Schneckenwelt in unserer Umgebung zu begeistern. 

Herzlichen Dank allen Beteiligten!

 

Text und Fotos: Daniel Zwygart